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Stadtentwicklung und Raumdynamik im Gefüge deutscher Städteseit dem zweiten Weltkrieg– vom Wiederaufbau zur
Stadterneuerung –
"Freunde, unser Einsatz kann ein Wunder
verwirklichen!
Für wen soll es geschehen? Für das
Publikum.
Für welches Publikum? Man hat geantwortet: für das
Volk.
Ich glaube: für die Menschen."Le CorbusierInhaltsverzeichnis
Einleitung
Stadtentwicklung und Raumdynamik in der BRD
Die Phase des Wiederaufbaus (1945-1960)
Raumdynamik
Stadtentwicklung
Die Phase des Wachstums (1960-1975)
Raumdynamik
Stadtentwicklung
Die Phase der Konsolidierung und Differenzierung (seit 1975)
Raumdynamik
Stadtentwicklung
Stadtentwicklung und Raumdynamik in der DDR bzw. den neuen Ländern
Stadtentwicklung in der DDR bzw. den neuen Ländern
Die Phase der Anknüpfung an die nationale Bautradition (1945-1955)
Die Phase des industrialisierten Städtebaus (1955-1970/75)
Die Phase des qualitativen Stadtumbaus (1970/75-1991)
Die Phase der Vermarktwirtschaftlichung (seit 1991)
Raumdynamik in der DDR bzw. den neuen Ländern
Abschließende Betrachtung und Ausblick: Die Zukunft der deutschen Stadt
Literatur
Selbst die
einrückenden alliierten Truppen waren vielfach selbst betroffen vom
Ausmaß der vorgefundenen Schäden. Die Großstädte
Deutschlands in den Grenzen von 1937 waren bombardiert worden. Von jenen blieben
nur Erfurt, Halle und Regensburg in ihrer alten Gestalt erkennbar. 13 Millionen
Menschen waren obdachlos, von 18,8 Millionen Wohnungen waren 4,8 Millionen
zerstört. (vgl. von Beyme 1987, 25ff)
Der Wiederaufbau
gestaltete sich in den einzelnen Zonen unterschiedlich, so daß heute noch,
einige Jahre nach der Wiedervereinigung, Ost-West-Gegensätze sich schon
durch Städtebau und Architektur ausdrücken. Ursächlich kann die
politische Einstellung der alliierten Mächte als prägende Kraft
gesehen werden: “Die Ideologie der Bundesrepublik wurde die Kulturnation,
die der DDR die Klassennation” (von Beyme 1987, 13).
Stadtentwicklung in Deutschland stellt sich nicht als einheitliches
Geschehen dar – zeitlicher Ablauf und Methodik glichen sich in den beiden
Staaten nicht.
Die
Stadtentwicklung in der Bundesrepublik wird nachhaltig durch die historisch
gewachsene Struktur des Städtesystems beeinflußt. Durch das Fehlen
der historisch gewachsenen Hierarchiespitze Berlin – bedingt durch ihre
Zweiteilung – agieren die Funktionsräume stärker untereinander.
Man unterscheidet die deutschen Städte in Unter-, Mittel-, Ober-,
Regionalzentren sowie in Hauptstädte. Die Regionalzentren (Düsseldorf,
München, Stuttgart, Hannover, Frankfurt, Köln) übernehmen
für die Region hochrangige administrative, kulturelle und wirtschaftliche
Funktionen. Hauptstadtfunktionen übernehmen in der Bundesrepublik gleich
mehrere Städte: So ist Hamburg Hauptstadt der Medien, Frankfurt die der
Wirtschaft, des Verkehrs und der Finanz, München die der Kultur und Bonn
die administrative Hauptstadt (vgl. Blotevogel und Hommel 1959, 158).
Diese polyzentrische Struktur führt zu besonders intensiven Interaktionen
und bedingte sehr früh den Ausbau einer guten Infrastruktur und einer
gleichmäßigeren Verteilung des Arbeitsplatzangebotes. Mit diesem
Hintergrund läßt sich das Stadtentwicklungsgeschehen im letzten
halben Jahrhundert aufzeigen.
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